Fragen zur Menstruation

Fragen zur Blutung

Wie lange dauert die Periode?

Wie viel Blut verliere ich während des Zyklus?

Wie sieht die Menstruation aus?

Ist es normal, dass da auch manchmal Hautstücken im Blut sind?

Wie kann ich über meine Periode sprechen?

Darf man während der Periode Sex haben?

Darf man während der Periode Kondome benutzen?

Fragen zur Menarche und den Wechseljahren

Ab welchem Alter bekomme ich die Periode?

Wie sieht die ERSTE Regel aus?

Worauf muss ich achten, wenn ich meine erste Regel bekomme?

Kann ich ab meiner ersten Periode schwanger werden?

Bis zu welchem Alter bekommt man seine Periode?

Hört das von einem Tag auf den anderen auf?

Fragen zum Zyklus

Wie lange dauert der weibliche Zyklus?

Was passiert während des Zyklus?

Dauert der Zyklus immer 28 Tage?

Kann ich immer schwanger werden?

Wann kann man schwanger werden?

Haben Männer auch einen Zyklus?

Fragen zu Hygieneprodukten

Welche Hygieneprodukte gibt es?

Wie geht hygienische Monatshygiene mit Stoffbinden?

Warum keine herkömmlichen Binden?

Warum keine Tampons?

Was bedeutet freie Menstruation?

Fragen zu Beschwerden und Unregelmäßigkeiten

Was ist das Toxische-Schock-Syndrom?

Was kann ich bei starken Regelschmerzen tun?

Schaden mir Schmerzmittel?

Kann ich mich bei Regelschmerzen krank melden?

Was ist PMS?

Warum bekomme ich meine Regel nicht regelmäßig?

Was kann passiert sein, wenn meine Periode ausbleibt?

Mein Menstruationsblut riecht übel. Woran liegt das und was kann ich tun?

Was ist der Mittelschmerz?

Fragen zum Zyklustracking

Wie tracke ich meine Periode am besten?

Was macht ein Zyklusrechner?

Was ist ein Zykluscomputer?

Fragen zum Frauenarztbesuch

Was wird beim Frauenarzt regelmäßig untersucht?

Wie untersucht ein Frauenarzt mich?

Kann ich während meiner Periode zum Frauenarzt gehen?



Wie lange dauert die Periode?

Die Monatsblutung dauert in der Regel drei bis sieben Tage. Auch eine etwas längere oder kürzere Periode kommt manchmal vor. Abhängig ist die Blutungsdauer von Hormonen, dem Alter oder anderen Faktoren.


Wie viel Blut verliere ich während des Zyklus?

Bei der Menstruation werden zwischen 20 ml und maximal 200 ml Menstruationsblut durch die Scheide ausgeschieden. Der Durchschnitt liegt bei 60 bis 80 ml Menstruationsblut pro Periode. Hast du das Gefühl eine zu starke Menstruation zu haben oder deine Blutung ist plötzlich viel stärker als sonst, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen. Manchmal kann eine, auch harmlose, Zyste die Ursache sein.


Wie sieht die Menstruation aus?

Weil das Menstruationsblut nicht ausschließlich aus Blut sondern zusätzlich auch aus Gebärmutterschleimhaut, Vaginalsekret und Geweberesten besteht, ist es dicker und zähflüssiger als normales Blut. Die Farbe des Bluts kann von Frau zu Frau, aber auch bei einer Frau im Verlauf der Periode variieren. Meist ist das Menstruationsblut allerdings mittelrot. Helles rot kann durch einen besonders niedrigen Östrogenspiegel ausgelöst werden und eine besonders dunkle Blutung kann durch besonders viel Gewebe verursacht werden.


Ist es normal, dass da auch manchmal Hautstücken im Blut sind?

Es handelt sich bei den Stücken um Gewebereste bzw. Stücke der Gebärmutterschleimhaut. Sie können zwar etwas gefährlich aussehen, sind aber ganz normal und es besteht kein Grund zur Sorge. Alles ist in Ordnung!


Wie kann ich über meine Periode sprechen?

Sprich am besten ganz offen und ehrlich über Deine Fragen, Sorgen, Ängste und Wünsche deine Periode betreffend. Da das Thema leider noch häufig tabuisiert wird, kann es sein, dass Dir oder Deinem/Deiner Gesprächspartner/in das Thema zunächst etwas unangenehm ist. Trotzdem ist es ein wichtiges Thema, das die meisten Menschen irgendwie betrifft und unbedingt verdient angesprochen zu werden!

Mit deinen Eltern

Mit deinen Eltern kannst du bestimmt ganz offen über Deine (erste) Blutung sprechen. Allerdings tun sich Mütter damit natürlich etwas leichter. Sie können sich besser in Dich hineinversetzen, da sie seit Jahren jeden Monat ihre Periode bekommen und sind somit Expertinnen in diesem Gebiet sind. Sie hat Deine Sorgen am eigenen Leib gespürt. Aber du selbst kennst deinen Vater am besten und es ist gut möglich, dass auch er sich gerne und gut mit dir über das Thema Menstruation unterhalten möchte. In vielen Familien ist die Menarche sogar ein kleiner Anlass zum Feiern. Schließlich wirst Du als Tochter nun zur Frau.

Mit deiner Freundin

Mit Deiner Freundin kannst Du auf jeden Fall über Deine Periode sprechen. Sie sitzt im gleichen Boot und hat wahrscheinlich mit denselben Unsicherheiten zu kämpfen, wie Du. Gemeinsam könnt ihr alle Ängste und Fragen ausräumen und generell tut ein Austausch unter Gleichgesinnten auch einfach gut!

Mit deinem festen Freund

Auch mit deinem Freund kannst und solltest du mal über das Thema Menstruation sprechen. Er ist bestimmt gerne für Dich da, wenn du mal unter Regelschmerzen zu leiden hast oder hält auch mal Deine hormonell bedingten Stimmungsschwankungen aus. Es ist nur fair, ihn mit einzubeziehen, damit er versteht warum es Dir so geht, wie es Dir geht. Auch ob ihr während der Menstruation miteinander schlafen möchtet, könnt ihr besprechen. Vielleicht stört es euch beide gar nicht, oder aber eine/r von Euch fühlt sich damit unwohl.

Mit deinem Lehrer/Arbeitgeber

Hier ist es sehr schwierig eine eindeutige Handlungsempfehlung zu geben, da viele Lehrer/innen oder Arbeitgeber/innen sehr unterschiedlich auf das Thema zu sprechen sind. Manche sind da sehr offen, verständnisvoll und tolerant und für andere ist das Thema sehr unangenehm, nicht nachvollziehbar oder empfinden die Menstruation gar als Vorwand um sich vor der Schule/Arbeit zu drücken. Wir wünschen Dir zwar, dass Du immer nur Menschen der ersten Sorte begegnest, aber leider ist auch mit der zweiten zu rechnen. In den meisten Schulen gibt es Vertrauenslehrer/innen und in vielen Betrieben gibt es Frauenbeauftragte. Solltest Du Dich mal mit der intoleranten Lehrer- oder Arbeitgebersorte herumärgern müssen, kann es helfen, diese Personen zu kontaktieren. Sie helfen Dir bestimmt weiter.


Darf man während der Periode Sex haben?

Selbstverständlich, es ist nur wichtig, dass alle Beteiligten sich damit wohlfühlen.



Darf man während der Periode Kondome benutzen?

Natürlich darf man auch während der Periode Kondome benutzen. Dies ist sogar zu empfehlen, um eine ungewollte Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten auszuschließen. Die Sicherheit des Kondoms wird durch das Menstruationsblut nicht beeinflusst.


Ab welchem Alter bekomme ich die Periode?

Im Durchschnitt bekommen Mädchen in westlichen Ländern ihre erste Periode (auch “Menarche” genannt) im Alter von 12,5 Jahren. Bei sehr zierlichen Mädchen, oder solchen die leistungssport betreiben, tritt die erste Monatsblutung aber oft erst etwas später ein. In Deutschland bekommen die meisten Mädchen ihre Tage zwischen dem zehnten. und 16. Lebensjahr zum ersten mal. Deutlich bevor die erste Blutung eintritt, beginnt normalerweise das Wachstum der Brust und der Schambehaarung. Außerdem setzt häufig etwa ein Jahr vor der ersten Blutung der Weißfluss ein. Ist die Menarche nach dem 16. Lebensjahr noch nicht eingetreten, spricht man von einer primären Amenorrhoe. In dem Fall, sollte ein Arzt herangezogen werden, um nach der Ursache zu suchen.


Wie sieht die ERSTE Regel aus?

Wie genau die erste Regelblutung aussieht, kann bei jedem Mädchen etwas anders aussehen. Bei manchen setzt sofort die normale Blutung ein, bei anderen ist die Blutung anfangs noch sehr leicht. Manchmal kündigt sich die erste Monatsblutung auch mit einzelnen Bluttröpfchen, oder mit einer Schmierblutung, also bräunlichem Ausfluss, an.


Worauf muss ich achten, wenn ich meine erste Regel bekomme?

Viele Mädchen fühlen sich unsicher oder fürchten sich vielleicht sogar ein wenig vor dem Einsetzen ihrer ersten Periode. Das ist verständlich, weil das Thema auch heute noch häufig tabuisiert wird. Oft schaffen es weder Eltern noch Lehrer das Thema so aufzugreifen und zu vermitteln, dass alle Unsicherheiten beseitigt werden können.

Dennoch gibt es nichts, wovor man sich fürchten müsste. Bedenke, dass fast die Hälfte der Weltbevölkerung regelmäßig blutet!

Am Besten Du beschäftigst dich bereits im Vorfeld mit dem Thema. Es kann sehr hilfreich sein, mit der eigenen Mutter über ihre erste Periode zu sprechen. Auch der Austausch mit Schwestern, Freundinnen oder anderen nahestehenden Frauen kann Sicherheit geben. So erfährst Du, wie andere mit ihrer Periode umgehen, welche Hygieneprodukte sie nutzen und wie sie sich dabei fühlen.

Zudem solltest Du schon mal darüber nachdenken, welche Hygieneprodukte für Dich in Frage kommen und diese auch schon besorgen. Es kann Dir Sicherheit geben, zu wissen, dass du im Fall der Fälle etwas in der Schultasche parat hast. Denn Taschentücher oder Toilettenpapier sind nicht nur unbequem zu tragen, sondern saugen auch nicht genügend Flüssigkeit auf.

Manche fühlen sich sicherer, wenn sie bereits vor dem Einsetzen der ersten Periode Slipeinlagen tragen, um bloß keine peinliche Überraschung zu erleben.

Grundsätzlich bleibt allerdings noch zu sagen, dass Du dich auf gar keinen Fall für Deine Periode schämen musst! Sie ist etwas ganz natürliches und betrifft jede Frau. So kannst Du, falls Du bei deiner ersten Periode doch keine Hygieneartikel dabei hast, ruhig andere Frauen ansprechen. Die meisten haben etwas dabei, was sie Dir geben können.


Kann ich ab meiner ersten Periode schwanger werden?

Grundsätzlich kann es sein, dass ein Mädchen bereits ab der ersten Periode fruchtbar ist. Meistens findet aber in den ersten ein bis zwei Jahren nach der ersten Periode noch kein Eisprung statt, sodass die Fruchtbarkeit erst deutlich später einsetzt. Da der Eisprung aber nicht so einfach zu bemerken ist, musst Du davon ausgehen, dass du schwanger werden kannst.


Bis zu welchem Alter bekommt man seine Periode?

Die letzte Blutung, auch Menopause genannt, findet meist zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr statt. Mit dem Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt gehen Frauen sehr unterschiedlich um. Für manche Frauen ist der Verlust Ihrer Fruchtbarkeit und der Eintritt ins “Altsein” ganz furchtbar. Andere freuen sich über den nächsten Abschnitt, in dem Sie keine Periode mehr haben müssen und als weise ,erfahrene Frau ihr Wissen weitergeben können.



Hört das von einem Tag auf den anderen auf?

Nein, die Wechseljahre sind ein langwieriger Prozess und Beginnen meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr mit der Prämenopause. Die Eierstöcke arbeiten immer träger und es kommt seltener zum Eisprung. Gleichzeitig nimmt der Hormonspiegel immer mehr ab; die Fruchtbarkeit nimmt ebenso ab. Die Periode kann in dieser Zeit sehr unregelmäßig auftreten und sehr schwache aber auch starke und lange Menstruationsblutungen sind in der Prämenopause nicht selten. In der anschließenden Perimenopause - der Zeit um die Menopause - verstärkt sich all dies. Der Zyklus wird immer unregelmäßiger, ein Eisprung immer seltener, bis es schließlich komplett zum Ausbleiben der Menstruation kommt. Zwölf Monate nach der Menopause endet die Perimenopause und die Postmenopause beginnt. In dieser Phase stellt sich der Hormonhaushalt auf ein neues Niveau ein. Nun kommt es häufig zu Beschwerden, wie ausgetrocknete Haut und Schleimhäute, Osteoporose und Harninkontinenz, aber auch Vermännlichungserscheinungen, weil der Testosteronanteil verhältnismäßig hoch ist.


Wie lange dauert der weibliche Zyklus?

Häufig wird von einer Zykluslänge von 28 Tagen ausgegangen. Bei vielen Frauen ist der Zyklus aber länger oder kürzer. Als normal wird eine Zykluslänge zwischen 25 und 31 Tagen angesehen.

Der Zyklus kann in zwei Phasen eingeteilt werden. Die erste Phase beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung und endet mit dem Eisprung. Die zweite Phase beginnt nach dem Eisprung und endet am letzten Tag vor dem Einsetzen der nächsten Blutung.


Was passiert während des Zyklus?

Zu Beginn reifen mehrere Eibläschen in den Eierstöcken heran. In der Wand der Eibläschen wird das Hormon Östrogen produziert, somit steigt der Östrogenspiegel im Blut an, während die Eibläschen wachsen. Nachdem die Gebärmutterschleimhaut erst abgestoßen wird, wird sie dann wieder aufgebaut. Gleichzeitig nimmt die Zervixschleimmenge immer mehr zu und wird flüssiger, was sich durch verstärkten Ausfluss bemerkbar macht. Dieser soll es den Spermien erleichtern, bis zur Eizelle vorzudringen.

Durch den erhöhten Östrogenspiegel beginnt die Hirnanhangdrüse nun vermehrt ein anderes Hormon, das Luteinisierende Hormon (LH), auszuschütten. Das LH sorgt dafür, dass das am weitesten entwickelte Eibläschen platzt und die darin liegende Eizelle freigibt. Die anderen Eibläschen gehen zu Grunde. Dieser Vorgang wird als Eisprung bezeichnet. Die Eizelle wird beim Eisprung zunächst in die Bauchhöhle freigegeben und anschließend vom Eileiter aufgenommen.

Nun beginnt die Zweite Zyklusphase. Das Eibläschen fällt in sich zusammen und wandelt sich in eine Drüse, den Gelbkörper, um. In dieser Drüse wird nun zusätzlich das Hormon Progesteron produziert. Durch das Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung der Eizelle vorbereitet. Der Zervixschleim wird jetzt wieder zäher und verklumpt schließlich den Gebärmutterhalskanal. Hat 12 bis 16 Tage nach dem Eisprung keine Befruchtung stattgefunden, vergeht der Gelbkörper und somit wird die Östrogen- und Progesteronausschüttung gestoppt. Der niedrige Hormonspiegel löst nun wieder den Abstoß der Gebärmutterschleimhaut aus, womit durch die Menstruationsblutung wieder ein neuer Zyklus beginnt.


Dauert der Zyklus immer 28 Tage?

Nein! Ein Zyklus von 28 Tagen entspricht eher der Ausnahme. Die meisten Frauen haben längere oder kürzere Zyklen und oft unterscheiden sich die Zykluslängen bei ein und derselben Frau von Zyklus zu Zyklus. Ein Zyklus bis zu 35 Tagen wird in der Medizin noch als normal angesehen.


Kann ich immer schwanger werden?

Nein, man kann nur schwanger werden, wenn ein Eisprung stattfindet. Das ist bei jungen Mädchen, die gerade erst das erste mal ihre Periode bekommen haben, oft noch nicht der Fall. Außerdem kann der Eisprung bei Frauen in den Wechseljahren auch mal ausbleiben. Ebenso ist in der Stillzeit die Wahrscheinlichkeit geringer schwanger zu werden. Geht man aber von einem normalen Zyklus mit Eisprung aus, kann man auch nur zu einer ganz bestimmten Zeit schwanger werden.


Wann kann man schwanger werden?

Schwanger werden kann man immer dann, wenn ein Eisprung stattfindet. Das fängt in der Pubertät an und endet in den Wechseljahren. In dieser Zeit, haben Frauen einmal im Monat einen Eisprung und somit die Möglichkeit schwanger zu werden. Hat der Eisprung stattgefunden, lebt die Eizelle noch etwa 12 bis 18 Stunden. Das ist eigentlich nur ein sehr kleiner Zeitraum. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Lebensdauer der Spermien bis zu fünf Tage beträgt. Das heißt, auch wenn man Tage vor dem Eisprung das letzte mal Geschlechtsverkehr hatte, kann man trotzdem schwanger werden, weil die Spermien im Eileiter auf die Eizelle warten und sie dann befruchten sobald das Eibläschen geplatzt ist. Um herauszufinden, wann der Eisprung stattfindet, gibt es zum Beispiel die Symptothermale Methode. Dabei wird durch das Messen der Temperatur, der Analyse des Zervixschleims und die Begutachtung des Gebärmutterhalses die fruchtbare Zeit ermittelt.


Haben Männer auch einen Zyklus?

Beim Mars 500 Experiment und der dazugehörigen Vorgängerstudie, in dem sechs Männer 520 Tage bzw. 105 Tage lang eingeschlossen waren, um eine Weltraumexpedition zu simulieren, wurde entdeckt, dass auch der Hormonspiegel von Männern regelmäßig schwankt. Manche Hormone schwanken im 28-Tage-Rhythmus, andere im Zyklus von 14 oder sieben Tagen. Welche Auswirkungen diese Schwankungen auf Männer haben, also ob Sie z.B. auch an einer Art PMS leiden, ist noch nicht erforscht.


Welche Hygieneprodukte gibt es?

Die Auswahl der Damenhygieneprodukte ist groß und jede Frau muss für sich entscheiden, welche Produkte die richtigen für sie sind. Grundsätzlich kann man Einwegartikel und wiederverwendbare Artikel unterscheiden. Die Einwegartikel sind momentan am weitesten verbreitet.

Tampons

Dazu gehören Tampons(gepresste Watte), die in die Scheide eingeführt werden und dort das Menstruationsblut aufsaugen. Tampons sind platzsparend und ermöglichen der Frau alle möglichen Aktivitäten, wie schwimmen oder saunieren, Allerdings müssen Tampons häufig gewechselt werden, damit sie nicht zum Bakterienherd werden. Zudem können Tampons die Scheide austrocknen, was auch Infektionen und Pilze begünstigt.

Einwegbinden und Einwegslipeinlagen

Des Weiteren gibt es Einwegbinden und Slipeinlagen, die in den Slip geklebt werden und dort das Blut und den Ausfluss aufnehmen. Sie gelten als hygienischer als Tampons, weil sie nicht in die Vagina eingeführt werden und somit keine Bakterien eingeführt werden.

Der Nachteil der Einwegartikel ist, dass sie sehr viel Müll produzieren. Hier kommen die nachhaltigeren wiederverwendbaren Artikel ins Spiel.

Menstruationstassen

Menstruationstassen, auch Menstruationskappen genannt, sind die Alternative zu Tampons. Eine Menstruationstasse wird mit den Fingern zusammengedrückt und dann im Sitzen oder Stehen eingeführt. Um den Muttermund herum „ploppt“ die Tasse dann auf und fängt das austretende Menstruationsblut auf. Sobald die Tasse voll ist, wird sie herausgenommen, entleert, gesäubert und wieder eingesetzt. Die Infektionsgefahr ist deutlich geringer als bei Tampons und zudem müssen sie seltener gewechselt werden. Sie sind auch beim Schwimmen oder Saunieren geeignet.

Stoffbinden und waschbare Slipeinlagen

Stoffbinden und waschbare Slipeinlagen ersetzen Plastikbinden und Slipeinlagen. Stoffbinden sind frei von Schadstoffen und fördern außerdem eine gesunde Scheidenflora, weil die atmungsaktiver als Plastikbinden sind.Genaueres zu Stoffbinden und Slipeinlagen erfährst du weiter unten.

Ungewöhnlichere Alternativen

Nicht sehr weit verbreitet sind Periodenslips. Es handelt sich um Slips mit integrierter Stoffbinde. Sie sind bisher allerdings kaum auf dem deutschen Markt erhältlich und müssen meist aus den USA importiert werden. Umständlich hierbei ist, dass man sich untenrum komplett ausziehen muss, wenn man den Slip wechseln möchte.

Bei der freien Menstruation werden unter Umständen gar keine Hygieneprodukte benötigt. Was es genau mit der freien Menstruation auf sich hat, wird weiter unten erklärt.


Wie geht hygienische Monatshygiene mit Stoffbinden?

Normalerweise werden ein bis zwei Binden pro Tag benötigt. Das hängt von der Stärke der Blutung ab. Nachts wird in der Regel eine größere Stoffbinde verwendet. Die Binden werden um den Slip geknöpft und bei Bedarf gewechselt. Benutzte Stoffbinden können zunächst gesammelt werden, z.B. in einem Wetbag. Es ist zu empfehlen die Binden direkt kalt auszuspülen und dann in der 60°C Wäsche zu Waschen. Nachdem sie liegend getrocknet wurden, sind sie bereit für den nächsten Einsatz.


Warum keine herkömmlichen Binden?

Herkömmliche Binden verursachen sehr viel Müll, sind teuer und “knistern” unangenehm. Sie sind nicht atmungsaktiv und somit kann es zu Infektionen und einer ausgetrockneten Scheide kommen. Das alles gibt es bei Stoffbinden nicht. Besonders für Frauen, die unter häufigen Pilzinfektionen leiden, ist es empfehlenswert auf Stoffbinden statt auf herkömmliche Hygieneartikel zurückzugreifen. Nicht zuletzt sehen Stoffbinden auch einfach viel schöner aus als ihre Wegwerf-Alternativen.

Warum keine Tampons?

Abgesehen davon, dass sie unnötigen Müll produzieren, sind sie nicht die gesündeste Wahl. Die Gefahr, dass die Scheidenflora austrocknet ist hoch. Außerdem können mit den Tampons Schadstoffe oder Bakterien in die Scheide gelangen und dort besonders großen Schaden anrichten, weil die Schleimhäute in der Scheide besonders empfänglich für solche Stoffe sind. Um das Infektionsrisiko, auch des Toxischen-Schock-Syndroms, zu minimieren ist es enorm wichtig den Tampon häufig zu wechseln. Besonders in der Vergangenheit wurden immer wieder Schadstoffe, wie Dioxine in Tampons gefunden. Nur mit Tampons aus reiner Biobaumwolle kann man sich relativ sicher sein, dass in den Tampons selbst keine Schadstoffe enthalten sind. Diese Sicherheit hat allerdings auch ihren Preis und diese Tampons sind in der Regel nur in Bioläden erhältlich.


Was bedeutet freie Menstruation?

Freie Menstruation bedeutet durch Willenskraft und das Nutzen der Beckenbodenmuskulatur, das Ausscheiden des Menstruationsblutes willentlich zu steuern. Das Blut wird sowieso nicht kontinuierlich, sondern in Schüben ausgeschieden. Es wird nämlich zunächst in einem Hohlraum gesammelt, bevor es herausläuft. Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, entwickeln ein Gefühl dafür, wann sie Blut ausscheiden müssen - so ähnlich wie beim normalen Toilettengang. Mit etwas Übung, ist es dank des Hohlraums sogar möglich, eine Weile “anzuhalten”. Um das Blut auszuscheiden, gehen frei menstruierende Frauen auf die Toilette und entspannen den Beckenboden. Freie Menstruation ist nicht bei jeder Frau möglich; Voraussetzung sind ein ausgeprägtes Gefühl für den eigenen Körper und die Fähigkeit mit den Muskeln im Beckenboden das Ausscheiden zu kontrollieren. Mit etwas Übung und Training, kann diese Methode jedoch vielen Frauen gelingen. Oft wird allerdings zusätzlich zu Hygieneprodukten als Backup gegriffen - insbesondere in der Nacht.


Was ist das Toxische-Schock-Syndrom?

Ist die Regelblutung sehr gering, können z. B. beim Einführen eines Tampons kleine Verletzungen in der Schleimhaut entstehen und so leichter Bakterien eindringen. Bleibt der Tampon über einen langen Zeitraum in der Vagina oder wird sogar vergessen, kann es zum sogenannten Toxischen Schocksyndrom (TSS) kommen. Es wird durch Bakterien hervorgerufen, die ein Toxin bilden und zu einer Blutvergiftung bis hin zum Tod führen können. Es entstehen zunächst Symptome wie bei einer Grippe: Fieber, Schwindel, Muskelschmerzen - auch Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall können entstehen. Eindeutigere Anzeichen, die auf ein TSS hinweisen, sind großflächige Hautausschläge, die wie ein Sonnenbrand aussehen, auch in den Handflächen und Fußsohlen. Im Extremfall sind Nieren- und Leberschäden sowie Multiorganversagen möglich.

In den USA und Großbritannien hat es bereits mehrere Todesfälle gegeben. Hierzulande ist die Aufklärung zum Glück höher! Denn vor dem Einführen des Tampons sollten bekanntlich die Hände immer gründlich gewaschen und die kleinstmögliche Tampon-Größe gewählt werden - angepasst auf die persönliche Blutungsstärke. Um ein TSS vorzubeugen, sollte der Tampon häufig gewechselt werden. Über Nacht ist eine Binde besser.

Wer auf Nummer sicher gehen will: Es gibt auch Alternativen, die frei von giftigen Substanzen sind und die Scheidenflora nicht beeinträchtigen: Stoffbinden und Menstruationstassen.

Was kann ich bei starken Regelschmerzen tun?

Es gibt zahlreiche Menstruationsbeschwerden, dazu gehören, neben zu starken oder schwachen Blutungen oder einem unregelmäßigem Zyklus, auch die Regelschmerzen. Keine Frau muss damit leben, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Menstruationsbeschwerden zu bekämpfen.

Wärme

Ob als Fußbad, als Vollbad, Saunagänge, Wärmflasche oder Tee. Wärme tut immer gut und lindert Regelschmerzen und löst Krämpfe.

Natürliche Heilmittel

Es gibt zahlreiche natürliche Heilmittel, die gegen Menstruationsbeschwerden helfen. Als Kräutertees, als Wickel oder ätherische Öle beim Baden, bei der Massage, oder in einer Duftlampe. Folgende Pflanzen können gegen Regelschmerzen helfen: Schafgarbe, Kamille, Fenchel, Melisse, Heublumen, Gänse-Fingerkraut, Frauenmantel, Lavendel, Ingwer und Majoran.

Entspannung und richtige Atmung

Auf dem Sofa lümmeln, entspannende Musik hören, Yoga und Qi Gong sorgen für Entspannung und entspannen so auch den Unterleib. Achte auf eine tiefe Bauchatmung!

Bewegung

Regelmäßiger Ausdauersport, wie laufen (auch gehen), radfahren ,reiten und schwimmen können Menstruationsbeschwerden deutlich lindern.

Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte selbstverständlich sein. Insbesondere während und ca. eine Woche vor der Menstruation ist eine möglichst vegetarische Ernährung ratsam. Auch der Konsum von Milchprodukten sollte etwas reduziert werden. Die Nahrung sollte hauptsächlich aus Obst und Gemüse bestehen; kohlenhydrate können aus Vollkornprodukten bezogen werden. Auf Weißmehlprodukte sollte allgemein eher verzichtet werden, da sie nur wenig Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, denn sie befinden sich alle hauptsächlich in der Schale des Getreides.

Viel Wasser trinken! Um Menstruationsbeschwerden zu verhindern, ist dies einer wichtigsten Tipps. Obwohl bei uns zum Glück jeder Zugang zu genügend Wasser hat, wird dieser Rat trotzdem sehr häufig nicht umgesetzt.

Gerade während der Menstruation, ist es wichtig, seinen Körper mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Fertigprodukte, Fast Food, Zucker und salzige Lebensmittel sollten in dieser Zeit außen vor bleiben.

Akupunktur

Vielen Frauen hilft auch Akupunktur, um ihre Menstruationsbeschwerden zu lindern. Akupunktur gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin, in der davon ausgegangen wird, dass Zyklusbeschwerden durch eine Disharmonie des Blutes und der Lebensenergie Qi entstehen. Die Akupunktur soll dieses Ungleichgewicht wieder richten.

Relativ häufig kommt es aber auch vor, dass Endometriose die Ursache für starke Regelschmerzen ist. Hierbei bildet sich die Schleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter, was sehr starke Schmerzen hervorrufen kann. Obwohl viele Frauen darunter leiden, wird Endometriose eher selten von Gynäkologen diagnostiziert. Hast Du das Gefühl, dass dies die Ursache für deine Schmerzen sein könnten, frag deinen Arzt doch einfach mal direkt danach.


Schaden mir Schmerzmittel?

Auf Schmerzmittel sollte, soweit möglich, verzichtet werden, da sie sehr schädlich sein können. Studien bestätigen, dass Schmerzmittel verschiedenen Organen, wie dem Herzen, den Nieren, der Leber Schaden zufügen. Es kann beispielsweise zu einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer Fettleber kommen, wenn Schmerzmittel regelmäßig eingenommen werden. Auch für ungeborene Kinder können Schmerzmittel schädlich sein.


Kann ich mich bei Regelschmerzen krank melden?

Die Menstruation gilt nicht als Krankheit, dennoch gibt es viele Ärzte, die Frauen bei sehr starken Regelschmerzen krankschreiben. Es sollte grundsätzlich klar sein, dass man nicht arbeiten geht, wenn man sich nicht dazu in der Lage fühlt. In anderen Ländern oder in einigen Unternehmen stehen Frauen zusätzliche freie Tage während Ihrer Menstruation zu. Da dies in Deutschland normalerweise nicht der Fall ist, bleibt es Frauen selbst überlassen zu entscheiden, ob sie sich mit Schmerzen zur Arbeit schleppen, sich versuchen krankschreiben zu lassen, oder die Kranktage zu nutzen, in denen kein Attest benötigt wird.


Was ist PMS?

PMS steht für Prämenstruelles Syndrom und tritt ausschließlich in der zweiten Zyklushälfte auf. PMS hat kein eindeutiges Krankheitsbild, sondern kann sich durch 150 verschiedenste psychische und physische Beschwerden ausdrücken. Etwa jede dritte Frau hat manchmal oder regelmäßig mit PMS zu kämpfen. Besonders häufig kommen Stimmungsschwankungen und Gereiztheit sowie eine verminderte Leistungsfähigkeit vor. Auch Brustspannen und Wassereinlagerungen kommen relativ oft vor.


Warum bekomme ich meine Regel nicht regelmäßig?

Ein etwas unregelmäßiger Zyklus ist nichts ungewöhnliches. Als auffällig gelten Zyklen, wenn sie mehr als acht Tage von Zyklus zu Zyklus abweichen, sie grundsätzlich kürzer als 25 Tage oder länger als 31 Tage sind. Kommt es plötzlich zu einer extremen Zyklusveränderung, sollte dies mal beim Gynäkologen abgeklärt werden. Generell gibt es sehr viele “harmlose” Faktoren, die den Zyklus beeinflussen. Dies können psychische Belastungen, wie Stress sein. Auch Krankheiten, die Zeit nach einer Schwangerschaft, die Stillzeit oder auch das Absetzen eines hormonellen Verhütungsmittels verursachen Zyklusveränderungen. Auch Leistungssport, Diäten, Reisen usw. können zu einem unregelmäßigen Zyklus führen. Insbesondere bei besonders jungen Frauen/Mädchen und bei Frauen kurz vor den Wechseljahren kommen unregelmäßige Zyklen häufig vor.

Was kann passiert sein, wenn meine Periode ausbleibt?

Das kann viele Gründe haben. Gerade bei Mädchen in der Pubertät und Frauen in den Wechseljahren, kann es vorkommen, dass die Periode mal ausbleibt. Aber auch andere Ursachen, wie Stress, Krankheiten oder eine Schwangerschaft könnten der Auslöser sein. Daher sollte man das Ausbleiben der Periode lieber vom Frauenarzt abchecken lassen.


Mein Menstruationsblut riecht übel. Woran liegt das und was kann ich tun?

Häufig kommt einem selbst der Geruch viel stärker vor als er wirklich ist. Andere nehmen ihn meist gar nicht wahr. Dennoch kann man ein paar Maßnahmen ergreifen, um Geruchsbildung zu vermeiden. Da der Geruch hauptsächlich durch altes Blut entsteht, ist es sinnvoll die Hygieneprodukte häufiger zu wechseln. Regelmäßige Körperpflege, die das Waschen des Intimbereichs beinhaltet, sollte selbstverständlich sein. Hier sollte allerdings auf aggressive oder parfümierte Produkte verzichtet werden. Am besten wäscht man sich nur mit Wasser. Wer allerdings nicht auf Seife verzichten möchte, sollte auf eine spezielle Intimpflege zurückgreifen, deren ph-Wert dem der Scheide angepasst ist. Um die Belüftung während der Periode möglichst optimal zu gestalten, ist es sinnvoll eher lockere Baumwollunterwäsche zu tragen.

Sollte der Geruch tatsächlich sehr stark sein und trotz verbesserter Hygiene oder nach der Periode nicht verschwinden, kann die Ursache des Geruchs auch eine Infektion oder ein Pilz sein. Solltest Du dir unsicher sein, lass es lieber beim Gynäkologen abklären.



Was ist der Mittelschmerz?

Der Mittelschmerz wird auch als Ovulationsschmerz bezeichnet und tritt ungefähr in der Mitte des Zyklus auf - während des Eisprungs oder kurz davor oder danach. Nicht jede Frau hat diesen Schmerz und die wenigsten spüren ihn bei wirklich jedem Eisprung. Auch der Schmerz selbst wird nicht von allen Frauen gleich empfunden. Bei manchen ist er nur kurz und bei anderen länger anhaltend, bei manchen ist es nur ein leichtes Zwicken, bei manchen ein Stechen und andere leiden unter Krämpfen. Typisch für den Mittelschmerz ist jedoch, dass er nur einseitig im Unterbauch auftritt.


Wie tracke ich meine Periode am besten?

Allgemein ist es sinnvoll, einen Überblick über seinen Zyklus zu haben, um Auffälligkeiten mitzubekommen und weil der Gynäkologe diese Informationen auch braucht. Was für Dich am besten funktioniert, musst du selbst herausfinden. Manche können sich das ganze so im Kopf merken, andere schreiben es in ihren Timer oder Kalender. Andere erfassen ihren Zyklus mit Stift und Papier auf Zyklusblättern. Heute gibt es aber auch eine riesige Auswahl an Zyklusapps, die je nach Bedarf einen unterschiedlichen Leistungsumfang aufweisen. Viele sind kostenfrei und bieten manchmal ein kostenpflichtiges Upgrade mit zusätzlichen Funktionen an. Eine Auswahl von Zyklusapps haben wir hier für Dich:

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Was macht ein Zyklusrechner?

Ein Zyklusrechner berechnet anhand der Zykluslänge und der Periodenlänge den Eisprung und die fruchtbaren Tage. Ein Zyklusrechner kann jedoch allenfalls als Richtwert bei Kinderwunsch dienen, ist aber zur Verhütung zu unsicher.



Was ist ein Zykluscomputer?

Ein Zykluscomputer ist ein Gerät, das anhand verschiedener Daten die fruchtbaren Tage ermittelt. Je nach Modell werden beispielsweise die Basaltemperatur, die Beschaffenheit des Zervixschleims und/oder die Ergebnisse von Ovulationstests eingegeben. Der Computer wertet diese Daten aus und kann fruchtbare Tage vorhersagen.



Was wird beim Frauenarzt regelmäßig untersucht?

Die regelmäßige Kontrolluntersuchung soll zur Früherkennung von Krankheiten, wie beispielsweise Brust- oder Gebärmutterhalskrebs dienen. Außerdem beraten Gynäkologen/gynäkologinnen Patientinnen zum Thema Schwangerschaft, Verhütung, Sexualität, dem Zyklus und Missbrauchserfahrungen. Auch bei akuten Beschwerden, wie Schmerzen oder Jucken im Intimbereich oder Unregelmäßigkeiten des Zyklus, sollte ein Frauenarzt oder eine Frauenärztin aufgesucht werden, damit die Ursache gefunden und behandelt wird.



Wie untersucht ein Frauenarzt mich?

Oft wird man im Vorfeld der Untersuchung bereits von der Arzthelferin gebeten, während der Wartezeit eine Urinprobe abzugeben. An dieser kann schon sehr viel erkannt werden, z.B über Erkrankungen der Geschlechtsorgane oder eine Schwangerschaft. Grundsätzlich ist es sinnvoll bei der Untersuchung eine leere Blase zu haben.

Wenn du in das Behandlungszimmer gebeten wirst, findet zunächst ein Gespräch zwischen Dir und dem Frauenarzt statt. Beim ersten Besuch nimmt sich der Arzt oder die Ärztin besonders viel Zeit für Dich. Er/ Sie wird zum Beispiel Fragen zum Anlass Deines Besuchs, zu Deinem Zyklus, zu Vorerkrankungen und Erkrankungen in der Familie stellen. Außerdem wird er/sie fragen, wie Du verhütest oder verhüten möchtest und Fragen zum Thema Sexualität und Partnerschaft stellen. Falls Du noch Jungfrau bist, kannst Du das an dieser Stelle erwähnen. Der oder die Ärztin geht dann bei der Untersuchung besonders behutsam vor.

Danach wirst Du gebeten, Dich untenrum auszuziehen. Dazu gibt es häufig eine kleine abgetrennte Nische. Wenn Du entkleidet bist, setzt Du Dich auf den gynäkologischen Stuhl. Dieser hat eine schräge Lehne und Ablagen für die Füße. Die Gynäkologin oder der Gynäkologe begutachtet jetzt die äußeren Geschlechtsorgane und achtet da bereits auf Auffälligkeiten, wie beispielsweise Rötungen.

Nun werden die Lymphknoten oder der Unterbauch abgetastet, um Veränderungen, wie Knoten feststellen zu können.

Dann wird das Spekulum, ein Untersuchungsgerät aus Metall, eingeführt um die Scheide etwas zu spreizen. Der Arzt oder die Ärztin kann so besser in die Scheide hineinsehen um das Scheidengewölbe und den Muttermund zu beurteilen. Außerdem wird nun bei einer Vorsorgeuntersuchung mit einem Wattestäbchen oder einem kleinen Bürstchen ein Abstrich gemacht.

Als nächstes findet die Tastuntersuchung statt. Hierbei führt der Arzt oder die Ärztin einen oder zwei Finger in die Scheide ein und drückt mit der anderen Hand auf den unteren Bauch. So werden die Gebärmutter, der Gebärmutterhals und die Eileiter abgetastet. Manchmal, aber eher selten, findet stattdessen oder zusätzlich auch noch eine rektale Untersuchung statt.

Je nach Anlass des Besuchs, kann nun eventuell noch ein vaginaler Ultraschall anstehen.

Dann kannst Du deine Hose wieder anziehen. Dafür machst Du Dich jetzt obenrum frei. Der Gynäkologe oder die Gynäkologin tastet nun die Brust und Achselhöhlen nach Knoten ab und sieht sich die Brüste an.

Jetzt ist es geschafft! Du darfst dich wieder anziehen und am Schluss werden gegebenenfalls noch kurz die Befunde der Untersuchung besprochen.



Kann ich während meiner Periode zum Frauenarzt gehen?

Bei akuten Beschwerden kannst und solltest Du natürlich trotzdem zum Frauenarzt gehen. Planst Du allerdings einen Vorsorgetermin, solltest Du diesen in Deine menstruationsfreie Zeit legen.


Literatur zum Thema:

Blutsschwestern - Alles über den weiblichen Zyklus von Angela Fetzner

Ebbe& Blut - Alles über die Gezeiten des Weiblichen Zyklus von Luisa Stömer und Eva Wünsch

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