Ein Gastbeitrag von arche noVa

Noch immer werden weltweit Menschen wegen ihrer Menstruation sozial benachteiligt. Arche noVa setzt sich in seinen Projekten insbesondere für diese Personen ein. Anlässlich des Menstrual Hygiene Day am 28. Mai nutzen wir gemeinsam mit „Von Ocker und Rot“ die Gelegenheit, auch hierzulande Menschen für das Thema zu sensibilisieren und auf den Unterstützungsbedarf hinzuweisen. Deine Unterstützung zählt, um Menstruierenden in Ostafrika mehr Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen!

Menstruation – auch bei uns in Deutschland ist dieses Thema noch immer mit Scham behaftet. Doch für Millionen von Menstruierenden in unterprivilegierten Regionen sind mit der Menstruation noch weit größere Probleme verbunden: Denn wie soll der Schulbesuch stattfinden, wenn es keine Toiletten mit fließendem Wasser und Seife gibt oder keine Binden zur Verfügung stehen? Und wie kann die Körperhygiene gewährleistet werden, wenn man sich nicht traut, darüber zu reden, weil das Thema stigmatisiert ist? Oftmals bedeutet der Beginn der Menstruation gerade für Schüler*innen eine starke Einschränkung im täglichen Leben oder gar den sozialen Ausschluss. Und noch immer ist sie jeden Monat wieder ein Gesundheitsrisiko, da beispielsweise wiederverwendete und ungenügend gereinigte Stoffreste Infektionen auslösen.

Übergabe Menstruationsprodukte an Halimo Abdi - links

Halimo Abdi, 28, Mutter von fünf Kindern: „Habe meine Würde zurück erhalten“

Daran will arche noVa etwas ändern. In Äthiopien etwa betreiben wir gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation OWDA Aufklärung im Bereich der Menstruationshygiene und verteilen Hygiene-Kits an Menschen, die aufgrund von diversen Krisensituationen innerhalb des Landes ihre Heimatdörfer verlassen mussten und nun am meisten auf Schutz angewiesen sind. Dank dieser Maßnahmen konnten wir so bereits tausende bedürftige Binnenvertriebene erreichen und ihnen zu besserer Gesundheit, sozialer Inklusion und somit mehr Würde und Selbstbestimmung verhelfen.

Halimo Abdi etwa, eine 28-jährige Mutter von fünf Kindern, wurde im international wenig beachteten ethnischen Konflikt zwischen Oromia und Somali in Äthiopien vertrieben. „Das Überleben meiner Familie ist abhängig von humanitärer Hilfe und staatlicher Unterstützung, ich habe keine anderen Möglichkeiten, ein Einkommen zu generieren“, sagt sie. „Wenn die Periode einsetzt, konnte ich bis jetzt nichts benutzen als meine Kleidung, was mich sehr herausgefordert hat“, so Abdi. Doch das, fährt sie fort, habe sich nun geändert: „Dank der hochwertigen, kostenlosen Versorgung mit Hygiene-Kits habe ich meine Würde zurück erhalten.“

Schülerin schreibt an die Tafel

Mehr Selbstbestimmung dank „Von Ocker und Rot“  – und dank Dir?

Auch wenn die Projekte von arche noVa Erfolge zeigen: noch immer sind tausende Binnenvertriebene in Ostafrika ohne ausreichende Hygieneversorgung. Und nicht nur dort: Weltweit nehmen humanitäre Katastrophen zu und zwingen Menschen, in Lagern Schutz zu suchen. Es gibt also noch viel zu tun. Wir freuen uns deshalb sehr, gemeinsam mit „Von Ocker und Rot“ anlässlich des Menstrual Hygiene Days am 28. Mai eine Spendenaktion ins Leben zu rufen, um gemeinsam mehr bewirken zu können.

Und so funktioniert die Spendenaktion:

  • Die Spendenaktion läuft über das private Profil von Stephanie Oppitz (Von Ocker und Rot Gründerin) und du findest sie unter folgendem Link: https://www.facebook.com/donate/1334630513598683/
  • Die Spendenhöhe kannst du frei wählen. Dass du gespendet hast wird nur dann angezeigt, wenn du es auswähslt. Die Höhe deiner Spende wird nicht angezeigt.
  • Unter ALLEN, die bis 3. Juni 2021 spenden, verlosen wir ein Slipeinlagenset mit traumhaften Tragetuchstoff der Firma Didymos.

slipeinlagenset didymos von ocker und rot

  • Du kannst natürlich auch so spenden, ohne an der Verlosung teilzunehmen. Wir und der arche noVa e.V. freuen uns über deine Unterstützung!

Über arche NoVa

arche noVa engagiert sich seit 1992 für eine Welt, in der Menschen selbstbestimmt und in Würde leben können. Unser Fokus liegt dabei auf dem Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygieneaufklärung (WASH) – was gerade in Zeiten von Corona wichtiger ist denn je. Um Menschen nachhaltig zu unterstützen, betreiben wir nicht nur Not- und Übergangshilfe in verschiedenen Krisenregionen weltweit, sondern engagieren uns auch in der Entwicklungszusammenarbeit. Auf Augenhöhe und gemeinsam mit lokalen Partnern leisten wir in diversen Projekten Hilfe zur Selbsthilfe, um nachhaltig die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern. In Deutschland engagieren wir uns zudem in den Bereichen Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), um junge Menschen für globale Zusammenhänge und mehr Verantwortung zu sensibilisieren.

www.arche-nova.org